Team Kralle mit Trikot: Kralle, EmHa-The Hammer, Himbi-Nils, Urlaubs-Matze, TomTom, Pedronaldo, Del Piero.
Team Bernd: Bernd Torwartgott, Schorscholino, Rafaello, Ilija vom Zuckerhut, Doppelhüfte, Gussy, Andi.
Spielbericht:
Was für ein geiles Spiel! TomTom konnte vor Spielbeginn zwei ausgeglichene Teams aufstellen, die ein gerechtes 15:15 erspielten. Dennoch wurde die Partie um wenige Minuten verlängert, um den Sieger der Herzen zu ermitteln; Team Bernd sicherte sich mit dem letzten Tor zum 16:15 den kleinen Titel.
Team Kralle ging durch ein geordnetes Spiel mit 3 Toren in Vorsprung. In der Abwehr positionierten sich der desillusionierte HSV-Fan Urlaubs-Matze, das Metronom TomTom und Del Piero. Davor nahmen im defensiven Mittelfeld der angeschlagene EmHa und der wirbelnde Pedronaldo das Spiel an sich. Himbi-Nils versuchte im Sturm die Bälle ordnungsgemäß zu verarbeiten.
Team Bernd stemmte sich gegen eine frühzeitige Niederlage und erlangte nach 30 Minuten einen drei Tore Vorsprung zum 6:3. Von nun an erzielten beide Teams abwechselnd mehrere aufsehenerregende Tore nach teils glänzend vorgetragenen Spielzügen. Bernd im Tor zeigte eine herausragende Leistung und hielt sogar mal die flachen Bälle, davor standen Rafaello und Andi irgendwo in der Abwehr. Ilija zog mit Gussy und Schorscholino die Strippen im Mittelfeld und im Sturm in der Nähe des nächstgelegenen Pfostens versuchte sich Doppelhüfte in Szene zu setzen.
Kurz und knapp – die schonungslose Einzelkritik:
Kralle stand nach seinem Rehabilitationsurlaub am südlichen Mittelmeer endlich wieder zwischen den Pfosten und konnte seine Spielgeilheit durch mehrere spektakuläre Flugeinheiten nicht verbergen. Einzig bei einem Fernschuss von Gussy, schaffte er es nicht rechtzeitig seine sonnenverwöhnten Füßchen in die Luft zu heben und kassierte einen sehenswerten Treffer zum „Tor des Tages“.
EmHa-The Hammer ging wegen seines Rückens schonend mit sich um und entdeckte den lautstark dirigierenden Abwehrrecken in sich. Unter seinen klaren Anweisungen und mit Hilfe einer Trillerpfeife hatten sich alle Spieler im Abwehrverhalten stets hinter dem Ball aufzuhalten.
Himbi-Nils verspielte bereits nach 10 Minuten all seine Gutscheine für eine sichere Ballannahme; das machte ihn anschließend bei jeder weiteren Ballannahme mit der Schuhsohle umso unberechenbarer für den Gegner.
Urlaubs-Matze spielte sich den HSV-Frust von der Brust und suchte sein Glück im Zweikampfverhalten. So konnte er sich an der gegnerischen Box in einem doppelten Zweikampf durchtanken und den Ball trocken und kompromisslos im Tor versenken. In einer weiteren Spielszene konnte unser Matze mal wieder den Wilmots in sich zeigen und mit seinem wohlgenährten Körper, den nicht minder zaghaften Gussy mal eben zur Seite drücken. Anschließend soll er ihn, so munkelt man, kaum hörbar mit „Pussy“ angesprochen haben.
TomTom ließ sich durch den starken Druck bei der Mannschaftsaufstellung nicht aus der Ruhe bringen, behielt die Nerven, riss im Mittelfeld das Spiel an sich, stopfte mit einer hohen Laufleistung alle Löcher in der Abwehr und verzichtete auf lauwarm getimte hohe Bälle in den Sturm.
Pedronaldo wirbelte durch das Mittelfeld, forderte seine Mitspieler mit sehr steilen Steilpässen und nahm sogar mal einen möglichen Fehlpass auf seine eigene Kappe.
Bernd Torwartgott hatte die vergangenen drei Wochen in Abwesenheit wohlmöglich in einem Jungbrunnen verbracht; er sprang in jeden Ball hinein und legte sogar einige Spagate auf´s Parkett.
Schorscholino könnte während des Spiels via App den Vorbereitungsgrad seiner Freitagspizza verfolgen.
Rafaello, unser „Soldatino“, führte spaßbefreit alle Befehle aus und spielte ausschließlich auf seiner rechten Spielfeldseite.
Ilija vom Zuckerhut kreierte im Mittelfeld gefährliche Spielsituationen am laufenden Band und zeigte sein besonderes Können in einem Solo-Dribbling durch die halbe gegnerische Mannschaft mit Torabschluss. Ilija verdiente sich den Titel „Spieler des Tages“.
Doppelhüfte war sehr traurig, nicht mehr im Tor zu stehen und versuchte seine leicht gedrückte Stimmung in der Nähe des gegnerischen Pfostens aufzuheitern.
Gussy erzielte mit einem Strahl von Fernschuss aus der eigenen Spielhälfte das „Traumtor des Tages“.
Andi, der Mann für überall, spielte mit einer interessanten Taktik: als Angreifer wusste man nie, wo er sich aufhielt und ob er überhaupt noch auf dem Feld stand.
Die dritte Halbzeit:
In der wohlduftenden Männerkabine, Frankyboy konnte als später Gast ein Pröbchen davon nehmen, wurden Bretzel und Wiener Würstchen von Del Piero serviert.
Photo unten by Arno.