Team Tarkan: Tarkan, BigMike, Ilija vom Zuckerhut, Boris Stier von Bogota, Nicos The Hurricane, Minessota Flo, Freddie The Trainer.
Team Bernd: Bernd Torwartgott, Matthias The Urlauber, Del Piero, Rafael, Martin The Hammer, Gussy Mr. Laser, Peter Uns Overath.
Spielbericht:
Pünktlich vor Spielbeginn erschien die Mannschaftsaufstellung aus dem Analyse-Keller von TomTom mit einer Spielergebnisvorhersage von 13:13 Toren. Ähnlich knapp fiel auch das Endergebnis aus, allerdings fielen gefühlte 26 Tore allein zugunsten des kompromisslosen Teams Tarkan. Bis zur Halbzeit und dem Stande von 7:10 Toren konnte Team Bernd sich noch gegen das spielfreudige und laufstarke Team Tarkan erwehren, musste sich anschließend jedoch dem immensen Druck geschlagen geben. Der „Sieg der Herzen“ ging 6 Sekunden nach Ausrufung durch einen platzierten Schuss von Ilija vom Zuckerhut ebenfalls an das Team Tarkan.
Fazit: Team Tarkan zeigte kein Erbarmen mit Team Bernd.
Kurz und knapp – die schonungslose Einzelkritik:
Tarkan schwang sich mit dem Gefühl der Vollmitgliedschaft an der Liane von einem Pfosten zum anderen, ließ keine Zweifel daran, wer der Herr im Torraum war, und lieferte Monsterparaden en masse.
BigMike beförderte an diesem trockenen Spieltag im Januar alle Mitspieler nach vorne, duldete niemanden an seiner Seite und bildete in Persona klar und nüchtern die komplette Abwehrreihe. Für diese Leistung, ausnahmsweise mal nicht am Küchenherd, wird BigMike als „Spieler des Spiels“ ausgezeichnet.
Ilija vom Zuckerhut hielt alle Fäden in der Hand, duldete keine Abspielfehler seines Teams und monierte mögliche Konzentrationsfehler bis zur letzten Spielminute, auch wenn es nicht allen Mitspielern gefiel.
Boris Stier von Bogota sorgte für viel Unterhaltung am Ball. Die auffordernden Worte seiner Mitspieler, „Boris spiel“, führten dazu, dass er unentwegt, wie ein Wackelmännchen mit Hüfte wackelte und sich, statt mal frühzeitig abzuspielen, gar nicht mehr vom Ball trennte.
Nicos The Hurricane benötigte 20 Minuten, um mit viel Körperlichkeit und einer klaren Devise ins Spiel zu finden: Der erste zaghafte und zuneigende Körperkontakt galt stets dem Gegenspieler, erst der zweite Kontakt dem Ball.
Florian unser Dauerläufer umrundete das Kleinfeld gefühlt 11.000 Male.
Freddie The Trainer feierte sich als Abklatsch- und Doppelpassbruder.
Bernd Torwartgott verlor ein wenig den Glauben an sein Team, blieb trotz verzweifelter Hilferufe bis zur letzten Sekunde standhaft im Tor.
Matthias The Urlauber rackerte wie ein Wilder, legte für seine Verhältnisse ein unglaubliches Schrittpensum hin, zeigte aber mit fortschreitender Spieldauer erneut leichte Anzeichen eine bisher unbekannten Urlaubsvariante auf dem Spielfeld. An diesem Spieltag konnte aber endlich die Ursache dafür geklärt werden: Jedes Mal, wenn sich Matthias in der Abwehr allein gelassen fühlt und die Verantwortung der Abwehrarbeit allein tragen muss, dann verfällt er in eine Art der „abwehrbedingten erlernten Hilflosigkeit“, die bisher zu Unrecht als typisches HSV-Defizit verstanden wurde.
Rafael unser Schattenspieler äußerte nach Spielende den bisher unerfüllten Wunsch, beim Mannschaftsphoto auch mal in der ersten Reihe mit dem Spielball in der Hand knien zu dürfen.
Martin The Hammer versuchte Ordnung und Struktur im Aufbauspiel seines Teams zu bringen und forderte seine Mitspieler unentwegt mit tiefen Pässen in den freien Raum.
Gussy Mr. Laser zog das Spiel an sich, fuchtelte mit seinem Laserpointer in den Augen von Tarkan herum, konnten diesen aber mit seinen strammen Spannschüssen nicht (immer) bezwingen. Laut Gussy waren in der Nachbetrachtung 5 von 4 Schüssen im Ziel.
Peter Uns Overath verließ seine Position als hängende Holding Six und nahm die unbesetzte Position des Stürmers an, bekam dort allerdings von BigMike die Grenzen aufgezeigt.
Die dritte Halbzeit:
Die leichte Niedergeschlagenheit von Team Bernd, die sich in der Kabine für einige Minuten in Stille und Nachdenklichkeit zeigte, verwandelte sich nach einer kurzen Fehleranalyse und professioneller Aussprache in eine ausgelassene Runde mit biogekühlten Kaltgetränken aus der Vorwoche und tagesfrischen Bretzeln von DelPiero.
Die Ersatzbank:
TomTom verweilte im Trainingslager.
Boris The Tank hatte Männerschnupfen.
Fantastik-Karl konnte sein Torwarttrikot mit Bärenfell nicht finden.
Pedro Pirouette drehte seine Runden auf einem Neujahrsempfang.
Himbi-Nils trainierte im alpinen Höhenlager.
Figo war noch erkältet vom Paar-Schippen.
Doppelhüfte konnte sich nicht von seiner Mutter losbinden.
Post Scriptum:
Trotz vieler Kontroversen bei der Vergabe des Freitagskicker-Titel „Man des Spiels“, ist es laut Statuten nicht erlaubt den verliehenen Titel weiterzugeben oder einer anderen Person oder Institution zu widmen.