Team Tarkan: Tarkan, Ilija vom Zuckerhut, Himbi-Nils, Peter Uns Overath, Nicos The Hurricane, Andi.

Team Bernd: Torwartgott Bernd, TomTom, Matthias The Urlauber, Boris The Tank, Del Piero, Doppelhüfte.

 

Spielbericht:

Bei nass-kaltem Wetter erlebten die Fans der Freitagskicker anfänglich ein „Schade-Spiel“. So liefen die ersten Pässe aufgrund einer hohen Anspannung in beiden Teams zu einigen Fehlpässen und mehreren vergebenen 100%-Torchancen, die allesamt mit den aufmunterten Wort „Schade“ endeten. Anschließend entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel mit herrlich herausgespielten Toren.

Team Tarkan konnte sich aufgrund des besseren Spielveranlagung und einem hervorragenden Torwart letztlich einen kleinen Vorsprung bis zum Ende des Spiels wahren und gewann abgerundet mit 6 zu 2 Toren.

Team Bernd ließ sich zumindest die Chance auf den Sieg der Herzen nicht nehmen und verwandelte nach einer Hereingabe von TomTom eiskalt durch Matthias The Urlauber per Kopfball.

 

Kurz und knapp -die schonungslose Einzelkritik:

 

Tarkan war der „Mann des Spiels“ mit seinen unglaublichen Paraden. Es wird vermutet, dass er vor Spielbeginn eine Überdosis an Red Bull zu sich genommen hat, um sich Flügel zu verleihen. Sicher geglaubte Tore vereitelte er mit Hechtsprüngen und Reflexen jeglicher Art. Tarkan flog so oft durch die Luft, dass er während des Spiels kaum den Boden berührte.

 

Ilija vom Zuckerhut hatte sich ebenfalls den Titel „Mann des Spiels“ verdient, wenn Tarkan an diesem Spieltag nicht so außerordentlich gehalten hätte. Ilija war Dreh- und Angelpunkt seines Teams. Nahm er sich dem runden Leder an, dann neigten sich die Flutlichtmasten, bildeten ein Lichtkegel um ihn herum und ließen seine unnachahmlichen Dribblings im hellen Lichte erscheinen.

 

Himbi-Nils befürchtete nach seinen ersten vergebenen Chancen die sonntägliche Einzelkritik, ließ sich mit Hilfe der „Schade-Motivation“ seiner Teamkollegen nicht hängen und zeigte über die verbleibende Spielzeit eine Spitzenleistung durch permanentes Pressing und einer Flut von Flanken über die rechte Seite.

 

Peter Uns Overath sah mit einem Auge und trüben Blick mehr als alle Freitagskicker zusammen. Seine Fähigkeit das Spiel zu lesen und zu beeinflussen ist großartig. Allerdings machte Peter trotz der hervorragenden Leistung nicht den Anschein, mit sich und seiner Performance glücklich zu sein; das scheint das Los der Freitagskicker zu sein.

 

Nicos The Hurricane der Freitagskicker ließ sich nicht zweimal bitten – kompromisslos und eiskalt nutzte er jede Torchance. In den Zweikämpfen zeigte er Standfestfestigkeit, mit seinem muskulösen Körper schirmte er jeden Ball ab und verteilte seine Bälle mit 100% Präzision.

 

Torwartgott Bernd sinnierte über die Frage, ob Gott ein Torwart sein könnte, ob es richtig ist, die Leistung eines Torwarts auf die vereitelten Torchancen zu reduzieren und ob ein Torwart überhaupt Bälle halten sollte.

 

TomTom wäre mit seiner Leistung als Grimaldo der Freitagskicker ein weiterer Kandidat für den „Mann des Spiels“ gewesen. So konnte TomTom fortwährend seine Mannschaft antreiben, Pässe an den richtigen Adressaten schlagen und seine Leistung vor dem Tor veredeln. Übrigens: Rein statistisch betrachtet hat TomTom seit der Übernahme der Mannschaftsaufstellung sechsmal im Gewinnerteam gestanden, dreimal verloren und zweimal unentschieden gespielt und somit das Geschmäckle entkräftet, er würde sich in mit Hilfe der KI stets im Gewinnerteam aufstellen.

 

Matthias The Urlauber war schon viermal in Folge freitags auf dem grünen Rasen ohne Anzeichen von UDS*. Er zeigte eine körperliche Präsenz, die wir im Regelfall nur von BigMike kennen. Beunruhigend für den Gegner ist zudem, dass er seit Wochen am Sechzehner unerbittlich auftritt und mit strammen Fernschüssen des Gegners Tor zum Wackeln bringt.

 

Boris The Tank hatte mal wieder zu tief in die Schüssel des Zaubertranks gegriffen und hielt sich in den ersten Spielminuten für unzerstörbar und untrennbar vom Ball. Einzig stark halluzinogene Mittel können erklären, weshalb er am eigenen Sechzehner drei Gegner ausspielen wollte, obwohl alle vier Mitspieler frei anspielbar waren. Erfreulicherweise hielt dieser sporadische Kontrollverlust, generiert durch eine rezidivierende Selbstüberschätzung, nur wenige Minuten, bis sich Boris mit seinem kraftvollen Spiel in den Dienst der Mannschaft stellte.

 

Doppelhüfte war der „Schade-Mann“ des Spiels mit persönlicher Erklärung für jede misslungene Aktion. Trotz seiner hohen Laufbereitschaft und seinem Engagement auf dem ganzen Platz gelang ihm nur ein Tor gehen Ende der Partie, als er einen Fehlpass abfing und das Runde kompromisslos ins Eckige versenkte. 

 

Zum Abschluss wurden Getränke von Boris The Tank, Ilija vom Zuckerhut und Del Piero offeriert. Für die perfekte dritte Halbzeit fehlten allerdings die riesigen Bouletten von BigMike.

 * UDS: Urlaubs-Defizit-Syndrom