Team Tarkan: Tarkan, Himbi-Nils, Nicos The Hurricane, Pedro Pirouette, TomTom, Matthias The Urlauber, Ilija vom Zuckerhut Doppelhüfte
Team Figo: Figo, BigMike, Giuseppe Mr. Laser, Thilo The Machine, Boris Stier von Bogota, Rafael, Boris The Tank, Andi.
Spielbeoabachter: DelPiero
Spielbericht:
Die Mannschaftsaufstellung durch TomTom verursachte bereits vor Spielbeginn bei wenigen Spielern leichte Irritationen und einem zaghaften Aufschrei. Leichte Zweifel an den TomTom´schen Algorithmen wurde laut bis hin zu ironischen Bemerkungen, ob die Mannschaftsaufstellung von dessen Frau oder nach einer Faschingsfeier gemacht worden war. Der Macher der Aufstellung wiegelte alle Kritik ab und sah den entstandenen Wettbewerbsdruck unter den Spielern als Teil einer Unruhe stiftenden Taktik im Vorfeld der heiß ersehnten Begegnung.
So waren bereits kurz nach Öffnung des Anmeldeportals durch TomTom die maximale Anzahl von 16 Plätze im Käfig ausgebucht. Ein solchen Andrang von Spielberechtigten hatte es trotz eisiger Temperaturen in den vergangenen Jahren selten gegeben.
Das Spiel startete pünktlich um 17:40 Uhr, sogar Boris und Boris standen pünktlich auf dem Platz, und endete mit einem 17 zu 21 für Team Figo.
Kurz und knapp – die schonungslose Einzelkritik:
Tarkan, offizielles neues Mitglied, hatte endlich mal winterfeste Kleidung an, warf sich warm gekleidet in jeden Ball hinein und verhinderte mit seinen Tiefflügen einen noch größeren Rückstand, jedoch nicht die schmerzhafte Niederlage. Weshalb er sich während des Spiels im hohen Graus befand, ist noch zu klären.
Himbi-Nils, einer der wenigen schmerzbefreiten Kurzhosenspieler, raste von Beginn an wie wild übers Spielfeld, um nicht zu frieren. Mit seiner Dynamik und seiner unermüdlichen Laufbereitschaft peitschte er seine Mannschaft ständig nach vorne.
Nicos The Hurricane war Non-Stopp unterwegs, wirbelte durch den Strafraum und stresste die gegnerische Abwehr bis zur letzten Spielsekunde.
Pedro Pirouette, der Mann mit den delikaten Lotusfüßchen, spielte mit eigenen Fußballschuhen und brachte mit seinen berüchtigten Körperdrehungen viel Wirbel und Verwirrung beim Gegner ins Spiel.
TomTom lief vom Kopf her nicht ganz frei auf dem Platz auf. Die Spielkritik schien doch ein wenig gewirkt zu haben. Erst einige Minuten nach dem Anpfiff konnte er sich berappen und sich voll aufs Spiel konzentrieren, als er sah, dass sich trotz aller Kritik zwei ebenbürtige Gegner gegenüberstanden.
Matthias The Urlauber, unser „Ab-in-den Urlaub“- Spieler, kam in den Anfangsminuten in den gegnerischen Sechzehner, hämmerte die Kugel kompromisslos ins Netz und zog sich dann das ganze Spiel zurück in die Abwehr in eine bisher unbekannte Variante des Urlaubsmodus.
Ilija vom Zuckerhut, ließ den Zuckerhut in der Kabine und besann sich die elementaren Dinge des Fußballs. Er versuchte das Spiel über Kampf und Aggressivität an sich zu reißen und suchte permanent den Zweikampf mit Boris The Tank.
Doppelhüfte, unser Schade-Sorry-Mann, spielte mit verblüffender Taktik: Statt sich an den Pfosten zu binden, versuchte er die Gegenspieler an sich zu binden, um damit Platz für seine Mitspieler zu schaffen.
Figo uns Eisenfuß opferte sich selbstlos als Torwart, verweigerte allerdings ab und zu den Ball mit der Hand aufzunehmen; stattdessen suchte er im Dribbling vor dem eigenen Tor nach Lösungen für den Spielaufbau. Dieses riskante Spiel sorgte speziell bei Boris The Tank mehrmals für Schnappatmung.
BigMike orchestrierte seine Abwehr, raste mit unglaublich anmutender Leichtigkeit und Dynamik über den Platz und genoss nach Spielende seinen Dry-January.
Giuseppe Mr. Laser versuchte sich mehrmals vergeblich in Bogenlampenschüssen, erkannte sehr schnell, dass er mit seinen Laserschüssen nicht um die Ecke schießen konnte und besann sich wieder auf seine unnachahmliche Schusstechnik des Geradeaus-Schießens.
Thilo The Machine raste im blau gekleideten Sommer-Outfit über das Feld und erzielte ein wunderschönes Kopfballtor als er sich nach einer Flanke von The Tank wie CR7 in die Luft schraubte, dort verweilte und den Ball anschließend mit hoher Präzision ins Netz versenkte.
Boris Stier von Bogota verwechselte an diesem Spieltag scheinbar die Sportart und zeigte sich als Tänzer von Bogota. Bei jeder Ballannahme begann Boris am ganzen Körper zu zucken und zu ruckeln, seine Hüfte zeigte unwillkürliche Stoß-Bewegungen, die anfänglich einer „Sonstigen Gangstörung“ laut R26.8 nach ICD 10 zuzuordnen waren. Letztlich überraschte er seine Mitspieler aber durch einen strammen Torschuss unter die Latte mit der linken Pike, den man nur Martin The Hammer zugetraut hätte. Mit dieser außerordentlichen Spieltechnik verdiente sich Boris den Titel „Spieler des Spiels“.
Rafael möchte ungern in der Einzelkritik erwähnt werden. Er mag es nicht, dass seine starken Leistungen als rechter Außenverteidiger beschrieben und veröffentlicht werden. Auf dem Mannschaftsbild versteckt sich Rafael gerne in der hintersten Reihe. An diesem Spieltag wollte er sogar zum Abschlussbild hinter die Umzäunung gehen, um sich zu verstecken.
Boris The Tank überstand den Spieltag trotz seiner lebensbedrohlichen Schnappatmung während des Spiels, die gekennzeichnet war durch seltene, stoßartige Atemzüge gefolgt von langen Atempausen, speziell beim Anblick von Figos Künsten als Torwart. Seine reflexartigen Schreie „Nimm ihn in die Hand“ führten im fußballerischen Kontext betrachtet zu einigen Irritationen.
Andi stellte sich direkt vor den Torwart der Gegner, bewegte sich nur wenn er angespielt oder angeschossen wurde und erzielte im Stand-Modus sechs Treffer für sein Team; das nennt man Effizienz, die Dinge richtig und ressourcenschonend zu tun.
Die dritte Halbzeit:
Zum Auftauen in der wohlbeheizten Männerkabine wurden Getränke von Doppelhüfte und Matthias The Urlauber spendiert. Sogar der Spielbeobachter DelPiero suchte die wärmende Dusche unter seinesgleichen auf.