Team Matthias: Andi, Boris The Tank, Matthias The Urlauber, Del Piero, Rafael, Peter Uns Overath, Nicos The Hurricane.
Team Tarkan: Tarkan, Martin The Hammer, TomTom, BigMike, Minnesota Flo, Ilija vom Zuckerhut.
Figo: Wächter des Gulasch-Biestes.
Spielbericht:
Vorweihnachtliche Geschenke der Freitagskicker auf und neben dem Platz. So freuten sich alle Spieler schon vor Spielbeginn auf den prallgefüllten Gulaschtopf von Matthias zur dritten Halbzeit.
Auf dem Spielfeld gab es ein intensives, spannendes und abwechslungsreiches Match. So konnte Team Tarkan in Unterzahl furios mit einem 5:0 starten und das Team Matthias schwindelig spielen. Erst mit dem Anschlusstreffer zum 5:1 hatte man das Gefühl, dass Team Matthias endlich auf dem Platz angekommen war, trotz der weiterhin ungewöhnlich vielen Abspiel- und Technikfehler.
Team Tarkan zauberte einen Hochgeschwindigkeitsfußball im Käfig herbei; das Bällchen lief so schnell durch die eigenen Reihen mit Ilija, Florian, Martin und TomTom, dass man das Gefühl hatte, sie würden in Überzahl spielen.
Zum Glück wurde die Halbzeit nach 42 Minuten ausgerufen und dem Team Matthias die Chance gegeben, sich einmal richtig durchzuschütteln.
Zur zweiten Halbzeit wurde das Spiel mit schwindenden Kräften bei Team Tarkan ausgeglichener und Team Matthias konnte erstmalig durch schöne Ballstafetten von Uns Overath, Matthias The Urlauber, Nicos und sogar Boris The Tank in Führung gehen und bis zum Schluss einen leichten Vorsprung halten und als Sahnehäubchen den Sieg der Herzen einfahren zum 19:15.
Kurz und knapp – die schonungslose Einzelkritik:
Andi kannte anfänglich nur den Vorwärtsgang und wurde schnell in die Abwehr zurückbeordert, um seine konditionellen Defizite zu kompensieren.
Boris The Tank rammte sich in den ersten Spielminuten aus Übereifer in einige Gegenspieler fest, ließ diese wie Kegel reihenweise fallen, tankte anschließend aber die richtige Dosis an Sauerstoff und konnte fortan das Spiel seines Teams maßgeblich bestimmen.
Matthias The Urlauber, unser Geburtstagskind, ließ sich von seiner Barbara zum Geburtstag einen Megatopf Gulasch mit Sahnesoße und Chili zubereiten. Der „kleine Bruder vom BigMike`s Biest“ war so deftig, dass der Abstelltisch in der Kabine mit Eisenstangen verstärkt werden musste und dermaßen scharf, dass die freiwillige Feuerwehr vorsichtshalber informiert worden war. Matthias verteilte mit seiner Kelle brüderlich die Kost mit den Worten:
„Du aber Menschensohn, höre, was ich dir sage. Sei nicht widerspenstig wie dieses widerspenstige Volk! Öffne deinen Mund, und iß, was ich dir gebe“. (Altes Testament. Die Bücher der Propheten. Das Buch Ezechiel; Die Berufung, Kap. 2; Vers 8.)
Rafael krönte seinen Einsatz mit einem Tor a la Panenka aus dem Spiel heraus, als er den Ball samtweich über den Spann rollen ließ und der Heber sich butterweich hinter dem Torwart zu Boden senkte und in Zeitlupe über die Torlinie rollte. Eindeutig das „Tor des Tages“.
Peter Uns Overath war wieder ganz der Alte. Mit präzisen Pässen wie ein Schweizer Uhrwerk formte er noch während des Spiels eine Mannschaft, um der drohenden Niederlage entgegenzuwirken. Mit seiner Ruhe, Übersicht und Routine übernahm er die Kontrolle des Spiels und führte sein Team zum doppelten Sieg. Um nach Spielende wieder zu Kräften zu kommen, nahm er statt seiner Lieblingsspeise „alles mit Schokolade“ mehrmals einen Nachschlag vom kleinen Biest.
Nicos The Hurricane stand wieder in der Aufstellung und belohnte sein Team mit seinem unbändigen Willen und der Gier nach Toren. Betrat Nicos den Torraum des Gegners so ertönten augenblicklich Blitz und Donner und ließen Tarkan im Tor wie einen nassen Pudel aussehen. Vor Freude auf die bevorstehenden christlichen Feiertage verteilte Nicos in einer Herzensangelegenheit ein Geschenk an jeden fußballerischen Wegbegleiter in Form einer Taschenbuchausgabe der Heiligen Schrift mit Bezug auf das Neue Testament: Dort steht die Erzählung von den Geschenken der sogenannten heiligen drei Könige im Evangelium nach Matthäus, Kapitel 2, Verse 1–12. Konkret heißt es dort (Mt 2,11), dass sie Jesus folgende Geschenke brachten: Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Das mit dem Weihrauch wäre in der bereits stark duftenden Männerkabine jedoch nicht zielführend gewesen.
Tarkan stellte unter Beweis, dass er nicht nur fliegen konnte, sondern auch eine Leidenschaft in der Disziplin „Bodenwälzen“ hatte. So warf er sich wie ein Zugedröhnter in jeden Ball hinein, konnte alles Mögliche abwehren außer die Unmöglichen von Nicos. Nach Spielende rief Tarkan auffälliges Verhalten allerdings einen Grund zur Besorgnis auf, da er sich für die kommenden Wochen an jedem Abend einen Freitagskick wünschte.
Martin The Hammer verausgabte sich wie zu alten Zeiten, als er noch als menschliche Duracell aktiv war. Über 90 Minuten gab er im Team Unterzahl Vollgas und kämpfte nach Spielende sichtlich mit leichten Erschöpfungszuständen.
TomTom wunderte sich nach Spielende, dass er trotz seiner Mannschaftsaufstellung und mit geliehenen Fußballschuhen in Größe 48 verloren hatte.
BigMike wunderte sich ob seiner Leichtfüßigkeit, bemerkte erst nach dem Spiel, dass er seine Sporthose in der Kabine vergessen hatte und er in hochdünnen Leggins von Intimissimi auf dem Platz gestanden hatte. Vorsorglich achteten seine Teamkollegen nach Spielende darauf, dass er die Anlage mit Hosen verließ.
Minnesota Flo lief als einziger Spieler im sommerlichen Outfit mit kurzärmligem Shirt über den Platz. Seine Taktik an diesem Spieltag war verblüffend einfach und genial: Non-Stop-Fußball und immer vorne drauf.
Ilija vom Zuckerhut blühte wieder vollends auf, als er von seinem Boris, der nicht Bobbele genannt werden möchte, in Manndeckung genommen wurde. Ilija liebt diese Herausforderungen und zelebrierte am heutigen Spieltag mit seinem unerschöpflichen Reservoir an technischen Möglichkeiten.
Die dritte Halbzeit:
Matthias The Urlauber, sichtlich erleichtert, dass er bei den Freitagskicker das ewige Recht hat den Beinamen „The Urlauber“ zu tragen, verwöhnte die Mannschaft mit dem deftigsten Gulasch-Eintopf in den Annalen der Freitagskicker.